Schachregeln

Hier beschäftigen wir uns von Zeit zu Zeit mit Schachregeln oder deren Änderungen.

 

Aktuell weisen wir auf neue Schachuhren hin, die es bei den Pflichtspielen in der kommenden Saison zu nutzen gilt.

Die Bezirksversammlung des SBBL (Schachbezirk Bergisch Land) hatte im Jahr 2014 beschlossen, für die nun kommende Spielsaison 2016/17 einen anderen Spielmodus einzuführen, der bereits bei den höherklassigen Ligen im Einsatz ist: der sogenannte Fischermodus. Dieser Modus zeichnet sich dadurch aus, dass mit jedem absolvierten Zug der betreffende Spieler automatisch 30 Sekunden Zeitzuschlag erhält.

 

Im alten Spielmodus galt es, die ersten 40 Zügen in 2 Stunden zu absolvieren. Für den Rest der Partie hatte jeder Spieler noch eine weitere Stunde zur Verfügung. Damit konnte eine Partie maximal 6 Stunden dauern. Im neuen Modus stehen 1 Stunde und 40 Minuten für die ersten 40 Züge und weitere 50 Minuten für den Rest zur Verfügung. Da man ja für jeden Zug 30 Sek zusätzlich gutgeschrieben bekommt, ergibt dies im Endeffekt auch in diesem Modus für die ersten 40 Züge eine Bedenkzeit von 2 Stunden.

 

Auf den ersten Blick mag man sich fragen, wo denn nun der Vorteil des neuen Modus liegt? Es sind 2 Aspekte:

  1. Ein Spieler kann nicht mehr über die Zeit gehoben werden. Es ist schon sehr ärgerlich, wenn solch lange Partien durch eine erzwungene Zeitüberschreitung verloren werden, selbst in einer theoretisch gewonnenen Stellung. Durch den Zeitzuschlag pro Zug sollte es in der Regel nun aber gelingen, die theoretisch gewonnene Partie auch praktisch erfolgreich abzuschließen.
  2. In unseren Meisterschaftspartien besteht die Pflicht des Mitschreibens. Und dies hat bisher die Problematik des „über die Zeit Hebens“ durchaus begünstigt. Erst wenn beide Spieler in Zeitnot geraten (beide weniger als 5 Minuten bis zur Zeitkontrolle bzw. zum Partieende) durfte der Mannschaftsführer das Mitschreiben übernehmen. Da im neuen Modus immer wieder pro Zug 30 Sekunden auf die Zeit gutgeschrieben werden, stellt das nach der Ausführung des Zugs erforderliche Eintragen in das Partieformular keine besondere Einschränkung mehr dar, da hierfür selten mehr als 5 Sekunden nötig sein sollten.

Diese komplizierte Verfahrensweise kann von den älteren mechanischen Uhren nicht geleistet werden, so dass die Anschaffung von elektronischen Schachuhren erforderlich wurde.  Wir haben dazu die vom Schachbezirk empfohlene Uhr DGT 2010 angeschafft, die neben vielen anderen Voreinstellungen auch erlaubt, diese 2 Zeitkontrollen (40 Züge/100 Min und Rest/50 Minuten bei Zuschlag pro Zug von 30 Sekunden) zu programmieren. Auf dem abgebildeten Foto ist diese Uhr zu sehen, von denen wir 10 Stück gekauft haben und damit 2 Reserveuhren besitzen.

Allerdings hat der neue Modus den (theoretischen) Nachteil, dass Partien durchaus länger als 6 Stunden dauern können. Unendlich lange aber auch nicht, da es gewisse Regeln gibt, die ein Remis erzwingen, z.B. die 50 Züge-Regel. Dazu aber an anderer Stelle mehr.