2. Bezirksliga

 

SF Anna I – Witzhelden II

 

Favoritenrolle gerecht geworden! (Teil 2) 

 

Erneut führten wir von Beginn an mit 1:0, da das zweite Brett freigelassen worden war. Thomas, der so etwas schon geahnt hatte, gewann also kampflos. Nach etwa einer Stunde folgte der 2. Punkte durch Karsten, der an Brett 4 seinen Gegner überspielte und schließlich sogar Matt setzte. Nicht sehr viel später folgte ein Sieg durch Christoph. Sein Gegner hatte einen Springer angegriffen, der im Falle eines passiven Rückzugs zum Grundlinien-Matt geführt hätte. Stattdessen gabelte Christoph den drohenden Turm, was zur sofortigen Aufgabe seines Gegners führte. Nur einen Wimpernschlag später gewann Andreas zum Zwischenstand von 4:0. Der Mannschaftskampf war also bereits entschieden. Andreas hatte schon in der Eröffnung einen Bauern gewonnen, verspielte anschließend zwar seinen Vorteil, gewann dann aber letztlich nach einem Verzweiflungsangriff seines Gegners, zumal dieser in große Zeitnot geraten war. Etwa eine halbe Stunde später gewann auch Siegbert, der früh entscheidenden Vorteil hatte und diesen fast fehlerfrei zum Sieg führte. Nach einem Zwischenstand von 5:0 sprach nun einiges für unser bisheriges Standardergebnis von 5:1, da Marc auf Verlust stand. Gegen seinen nominell allerdings klar unterlegenen Gegner gelang ihm jedoch nach zähem Kampf ein glückliches Remis.

 

Mit dem dritten Sieg in unserer vorgezogenen dritten Runde führen wir nun die Tabelle mit sagenhaften 15,5:2,5 Brettpunkten an. Das dürfte Vereinsrekord sein. Jedenfalls wurden wir nicht dafür bestraft, dass wir dieses mal auf unseren Kapitän verzichtet haben. Falls wir die Saison weiterhin so konzentriert fortsetzen, bestehen beste Aufstiegschancen.

 

 AP

 

 

2. Bezirksliga

 

Bahn SC IV – SF Anna I 

 

Favoritenrolle gerecht geworden!

 

Die 2. Runde der 2. Bezirksliga hielt ein Elberfelder Revierderby bereit. Dabei gingen wir quantitativ und qualitativ vor allem an den hinteren Brettern als Favorit an den Start.

 

Nach 30 Minuten führten wir kampflos mit 1:0, da das erste Brett der Bahner frei gelassen wurde. Eine ¾ Stunde später erhöhte Andreas auf 2:0. Nachdem er die Möglichkeit einer verzwickten Springergabel ausgelassen hatte, gab er seinem Gegner die Chance auf einen taktischen Einschlag auf den rochierten König, den er nicht ausreichend genug berechnet hatte. Tatsächlich wäre ein entscheidender Mattangriff dabei herausgesprungen. Dieses Opfer übersah sein Gegenüber jedoch und stellte bei dem Versuch weiter Druck auszuüben stattdessen einzügig einen Springer ein. Marc hatte es mit einem sehr jungen Talent zu tun. In einem angriffslustigen Spiel, in dem er seinem Gegner unbeabsichtigt die Chance zu einem Mehrbauern bot, bewahrte er aber doch die größere Übersicht und rang seinen 10-jährigen Gegner schließlich deutlich nieder. Bereits die Entscheidung führte Stephan herbei. Gegen einen völlig unbekannten Gegner, der seine erste Meisterschaftspartie bestritt, behielt er nach wechselhaftem Verlauf die Oberhand, da der Bahner seinen Angriff nicht entscheidend zu Ende spielte und den Faden verlor. Nach einem Springerverlust kämpfte Stephans Gegner zwar noch weiter, aber vergebens. Siegbert drohte in einer lange Zeit ausgeglichenen, positionellen Partie zusammengeschoben zu werden. Im Mittelspiel kamen beide Kontrahenten in vehemente Zeitnot. Die letzten 15 Züge bis zur ersten Zeitkontrolle lebten beide mehr oder weniger nur noch vom Zeitzuschlag pro Zug. Fehlerhafte Züge auf beiden Seiten boten jedem die Chance zum Sieg. Siegbert hatte in dieser Phase mehr Glück. Sein Gegner verrechnete sich bei einem Abtausch, übersah ein Zwischenschach und hatte letzten Endes eine Qualität weniger, die uns zum 5:0 ausreichte. Den Ehrenpunkt musste Detlef zulassen. Statt die Stellung mit einem Generalabtausch zu vereinfachen und auf Remis zu spielen, verlor er in dem Bestreben eine vorteilhafte, komplizierte Stellung zu erreichen am Ende des Mittelspiels einen Bauern. Das daraus resultierende Endspiel brachte sein Gegner souverän ins Ziel.

 

 

Mit 5:1 gewannen wir vielleicht etwas zu hoch, aber durchaus verdient. Punktgleich mit Vohwinkel führen wir nun die Tabelle an, bereits mit zwei Punkten Abstand zum Nicht-Aufstiegsplatz. Am 13.11. geht es in einer vorgezogenen Partie gegen Witzhelden II weiter, mit der Möglichkeit, vorläufig den Spitzenplatz zu ergattern. 

 

 

2. Bezirksliga

 

SF Anna I – Sfr. Vonkeln II

 

Sieht deutlich aus, war`s aber nicht! (Teil 2)

 

Zum Auftakt der ersten Saison nach der Corona-Pause kam es zum Aufeinandertreffen mit den Schachfreunden aus Vonkeln, die irh Brett 1 ersetzen mussten. Nominell eine deutliche Sache für uns wollte man meinen, da wir an sämtlichen Brettern mit 200-350 Punkten DWZ-Vorteil an den Start gingen.

 

So klar sah es an den einzelnen Brettern dann aber bei weitem nicht aus, da wir nicht gut aus den Startlöchern kamen. Siegbert verhedderte sich völlig in einer ihm eigentlich wohl bekannten Eröffnung. Nach einem gegnerischen Läufereinschlag Lxf2+ wäre es noch möglich gewesen, sich mit einem Minusbauern relativ glimpflich aus der Affäre zu ziehen. Jedoch plante er anderes, was aber später zu einem weiteren Qualitätsverlust führte, den sein junger Gegner sicher zum Sieg verwandelte. Thomas war zwar gut aus der Eröffnung gekommen, ließ sich aber im Mittelspiel den Schneid abkaufen und stand nach zahlreicher Abtauscherei plötzlich mit einem Bauern weniger im Springerendspiel. Sein Gegner schenkte aber im Glauben auf einen nicht mehr haltbaren Bauern seinen Springer her und übersah, dass der Bauer doch noch aufgehalten werden konnte. Andreas hatte lange eine remisliche Stellung auf dem Brett konnte im Mittelspiel aber dann doch die Schwächen seines Gegners ausnutzen, der seinerseits nie wirklich zum Gegenangriff ausholte. Thorsten hatte an diesem Sonntag keine Lust auf ein wildes Gambit und landete schließlich in einer etwas unbequemeren Stellung mit kleinen Entwicklungsnachteilen. Sein Gegenüber verbrauchte bei dem Versuch, Kapital daraus zu schlagen aber so viel Zeit, dass dieser im späten Mittelspiel eine Drohung übersah. Eingeleitet mit einem Bauernopfer, gelang es Thorsten mit seinen Türmen auf die 2. Reihe einzudringen und selbst bei idealer Spielweise des Weißen mit zumindest 2 Mehrbauern in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln. Christoph`s junge Gegnerin wollte den Gegenbeweis antreten, dass man einen Damengambitbauern dauerhaft halten kann. Entwicklungsvorsprung, besser postierte Figuren und ein Öffnen der Stellung mit den bekannten Bauernhebeln brachten Christoph aber auf die Siegesstraße und zum vorentscheidenden 4:1. Marc machte schließlich noch den Sack zu, indem er ruhig auf seine (Raum-)Vorteile spielte. Auch wenn die PC-Analyse einige Schwankungen in der Stellungsbewertung ausmachte, so wirkte es aber für das menschliche Auge der 2. Bezirksliga durchaus nach einem erkämpften, verdienten Sieg aus.

 

 

Trotz des deutlichen 5:1 Erfolges bleibt die Erkenntnis, dass man keinen Gegner unterschätzen sollte. Schließlich sah es heute zwischenzeitlich eher nach einem 3:3 aus, was angesichts der nominellen Überlegenheit ein herbe Enttäuschung gewesen wäre. Nun ja, beobachten wir die Konkurrenz und legen Ende Oktober gegen die Bahner einen oben drauf. 

 

 

Viererpokal

 

ESG II – SF Anna I

 

Sieht deutlich aus, war`s aber nicht!

 

In der 1. Runde des Viererpokals 2022-23 bekamen wir es mit der 2. Mannschaft der ESG zu tun. Obwohl drei Ligen über uns spielend, traten die Stadtrivalen ohne Ersatzspieler ausschließlich mit Verbandsligaakteuren an. Man nahm uns also sehr ernst und hatte folglich 80 bis rd. 300 DWZ-Punkte Vorteil pro Brett.

 

Es entwickelten sich sehr unterschiedliche Spiele mit beiderseitigen Möglichkeiten. Andreas konnte seinem Gegner bis ins Mittelspiel Paroli bieten, konnte dem steigenden Druck aber nicht dauerhaft standhalten und verlor entscheidend Material. Karsten verlor früh seinen Theoriefaden und stand fortan passiv. Die Schlinge schien sich immer weiter zuzuziehen bis sich doch eine einmalige Chance bot, um in Vorteil zu kommen. Leider sahen beide Spieler diese Möglichkeit erst in der späteren Analyse und wenige Züge danach griff Karsten in bereits kritischer Stellung fehl. Marc hatte seinen Gegner mit aggressivem Spiel überrascht. Um sich vom Druck zu befreien, bot der Elberfelder ihm einen Tausch Springer gegen 2 Bauern an. Marc steckte leider noch einen weiteren Bauern rein, der vielleicht zu viel war. Trotz mehrfacher Chancen endgültig entscheidend in Vorteil zu kommen, agierte Marc wohl zu vorsichtig. Nach dem Tausch aller Schwerfiguren schaffte es sein Gegenüber, eine 4er-Bauernwalze in Schwung zu bringen, die er nicht mehr aufzuhalten vermochte. Thorsten kam sehr gut aus der Eröffnung, machte Druck auf seinen Gegner und schien alles im Griff zu haben. Im Mittelspiel gingen ihm allerdings die Ideen aus, wie die gegnerische passive Stellung zu knacken ist. Bevor die Partie zu entgleiten drohte, bot er Remis. Er musste allerdings feststellen, dass dieser Zug zu einem Qualitätsopfer einlud, das die Königsstellung entblößte, was auch dankend angenommen wurde. Nach einem Rückopfer, um den Druck aus der Stellung zu nehmen, fand sich Thorsten allerdings in einem Endspiel mit Minusbauer wieder, dass sein Gegner souverän nach Hause schob.

 

 

Wir wurden nach 4,5 Stunden Spielzeit also mit 0:4 nach Hause geschickt. Der einzige Trost war, dass wir bei besserer Chancenausbeute durchaus 2 Punkte hätten erreichen können gegen eine Verbandsligamannschaft. Kommenden Sonntag geht’s endlich wieder in der Bezirksliga los und wir hoffen, dort unsere Möglichkeiten erfolgreich nutzen zu können!